Alterssichtigkeit ist die am weitesten verbreitete und natürlichste Sehschwäche.
Man kann es mit dem Ergrauen der Haare vergleichen, dem niemand entgeht – aber auch dafür gibt es Lösungen!
Alterssichtigkeit ist eine Verminderung der Fähigkeit des Auges zur Akkommodation.
Akkommodation ist das Mittel, durch das das Auge sich automatisch einstellen kann, um je nach Bedarf in der Ferne oder in der Nähe zu sehen.
Man kann dies mit dem Autofokussystem einer Kamera vergleichen.
Die Akkommodation erfolgt durch die Augenlinse. Die Augenlinse ist eine Linse im Inneren des Auges.
Die Brechkraft der Augenlinse kann variieren. Wenn man ein weit entferntes Objekt betrachtet, befindet sich die Augenlinse in Ruhe; wenn sich das Objekt nähert, wölbt sich die Augenlinse und erhöht ihre Brechkraft, was das Sehen in der Nähe ermöglicht.
Mit zunehmendem Alter nimmt diese Akkommodationsfähigkeit ab. Dies ist sowohl auf das Wachstum und die Verhärtung des Linsenkerns als auch auf die Schwäche des Muskels, der die Akkommodation ermöglicht, und auf eine verminderte Elastizität der Linsenkapsel zurückzuführen.
Etwa ab 45 Jahren beginnt die Nahsicht nachzulassen, und diese Beeinträchtigung verstärkt sich bis zum 60. Lebensjahr. Bei Weitsichtigen macht sich die Alterssichtigkeit früher bemerkbar.
Bei Kurzsichtigen tritt dies später ein, da diese ihre Brille, die sie für die Fernsicht verwenden, abnehmen können.
Alterssichtigkeit erfordert daher das Tragen einer Nahkorrektur zusätzlich zur etwaigen Fernkorrektur. Die Korrektionsmöglichkeiten sind zahlreich: Einstärken-, Zweistärken- oder Gleitsichtgläser oder multifokale Kontaktlinsen.
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